Zum Inhalt springen

Methode

Wie viel sparen im Monat? Die 50-30-20-Regel mit Beispiel

Von ValeryCEO

Euromünzen, die vor schwarzem Hintergrund auf einen Holztisch fallen
Foto von Pixabay auf Pexels
Inhalt
  1. Was die 50-30-20-Regel ist
  2. Warum das Beispiel mit 1.800 € netto rechnet
  3. Wie viel sparen im Monat? Die Aufteilung mit 1.800 € netto
  4. Wenn das Wohnen mehr als 50 % kostet
  5. Was du mit den 360 € im Monat machst
  6. Varianten: 60-20-20 und 70-20-10
  7. Typische Fehler
  8. Was Huchy mit deinen 20 % macht
  9. Deine 20 %, in einem Sparziel
  10. Häufige Fragen

Wie viel du im Monat sparen kannst, beantwortet die 50-30-20-Regel mit drei Töpfen: 50 % deines Nettoeinkommens für das Nötige, 30 % für Wünsche und 20 % für die Rücklage. Bei 1.800 € netto im Monat sind das 900 € für das Nötige, 540 € für Wünsche und 360 € zum Sparen. Erst mit einem Ziel werden diese 360 € konkret: Fließen sie in einen Notgroschen von 5.400 €, bist du laut Sparrechner in 15 Monaten am Ziel. Mit deinen eigenen Zahlen rechnest du das im Sparrechner aus, mit der Sparrate pro Monat, pro Woche und pro Tag.

Was die 50-30-20-Regel ist

Die 50-30-20-Regel ist eine verbreitete Faustregel für das Monatsbudget. Statt jede Ausgabe in zwanzig Kategorien einzutragen, schaust du nur auf drei Töpfe.

  • Das Nötige (50 %). Alles, was du auch dann zahlen müsstest, wenn du morgen deinen Job verlierst: Miete oder Kreditrate, Lebensmittel, Strom, Wasser und Heizung, der Weg zur Arbeit, Pflichtversicherungen und die Mindestraten deiner Schulden.
  • Wünsche (30 %). Alles, worauf du verzichten könntest, ohne dass dein Alltag zusammenbricht: Essen gehen, Kleidung, die du nicht brauchst, Reisen, Abos, Geschenke.
  • Rücklage (20 %). Was du für später zurücklegst. In vielen Fassungen der Regel gehört hierher auch, Schulden schneller als vereinbart zu tilgen.

Gerechnet wird mit dem Nettoeinkommen, also mit dem, was nach Steuern und Sozialabgaben jeden Monat auf deinem Konto ankommt. Bekommst du Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, zähl alles zusammen, was in einem Jahr hereinkommt, und teil es durch 12. Sonst wirkt der Monat mit dem Extra großzügiger, als dein Jahr wirklich ist.

Warum das Beispiel mit 1.800 € netto rechnet

Huchy ist eine spanische App, rechnet in Euro und belegt die Ratgeber mit offiziellen Statistiken aus Spanien. Dort lag das mittlere Bruttojahresgehalt (Median) 2024 bei 24.497,17 €, das durchschnittliche bei 29.540,26 € INE (spanisches Statistikamt), Erhebung zur Lohnstruktur 2024, endgültige Daten. Die Hälfte der Beschäftigten verdient weniger als der Median. Der Durchschnitt liegt höher, weil wenige sehr hohe Gehälter ihn nach oben ziehen. Das häufigste Gehalt, also der Wert, der öfter vorkommt als jeder andere, lag bei 16.520,18 € brutto im Jahr INE, Erhebung zur Lohnstruktur 2024, häufigstes Gehalt (Modalwert).

Das sind Bruttowerte. Die 1.800 € netto in diesem Ratgeber sind das Referenzgehalt, mit dem der Sparrechner von Huchy deine Sparrate vergleicht. Ein deutsches oder österreichisches Gehalt beschreiben wir hier nicht. Verdienst du einen anderen Betrag, rechnest du genauso: dein Netto mal 0,5, mal 0,3 und mal 0,2.

Wie viel sparen im Monat? Die Aufteilung mit 1.800 € netto

Die Tabelle zeigt ein Beispiel für eine Person, die in einer WG oder allein zu einer moderaten Miete wohnt. Die einzelnen Posten sind unsere Annahme, damit du siehst, wie sich jeder Topf füllt. Es sind keine offiziellen Durchschnittswerte.

Die 50-30-20-Regel mit 1.800 € netto im Monat (Beispiel)
Topf Posten Pro Monat
Das Nötige (50 %) Wohnen (Miete oder Anteil am Kredit) 450 €
Das Nötige (50 %) Lebensmittel und Haushalt 250 €
Das Nötige (50 %) Strom, Wasser, Gas, Internet und Handy 100 €
Das Nötige (50 %) Mobilität 60 €
Das Nötige (50 %) Versicherungen und Gesundheit 40 €
Summe Nötiges 900 €
Wünsche (30 %) Restaurants, Bars und Freizeit 220 €
Wünsche (30 %) Kleidung und Dinge für die Wohnung 90 €
Wünsche (30 %) Abos und Fitnessstudio 50 €
Wünsche (30 %) Kurztrips und kleine Extras 120 €
Wünsche (30 %) Geschenke 60 €
Summe Wünsche 540 €
Rücklage (20 %) Notgroschen und danach Sparziele mit Datum 360 €
Zusammen 1.800 €

Schau auf die erste Zeile. Mit 450 € für das Wohnen geht die Rechnung auf. Kostet die Wohnung das Doppelte, geht sie nicht mehr auf: Bei 900 € Miete ist der Topf für das Nötige voll, bevor du einkaufen warst. Deshalb ist der nächste Abschnitt wichtiger als die Tabelle.

Sparrechnerkostenlos

360 €im Monat

Pro Woche83,08 €

Pro Tag11,84 €

Du erreichst es imin 15 Monaten

Dir fehlen noch 5.400 €. Die Sparrate entspricht 20 % eines durchschnittlichen Nettogehalts von 1.800 €.

Berechnung ohne Zinsen, Rendite und Inflation.

oder per E-Mail erhalten

Wenn das Wohnen mehr als 50 % kostet

In Spanien wiegt das Wohnen am schwersten. Laut der Erhebung über die Haushaltsausgaben gab ein Haushalt dort 2025 im Schnitt 35.101 € aus, und 33,2 % davon entfielen auf Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe INE, Erhebung über die Haushaltsausgaben 2025. In diesem Durchschnitt stecken auch Haushalte, deren Wohnung abbezahlt ist: Für Eigentümer rechnet das INE eine fiktive Miete ein. Bei den 20 % der Haushalte mit den niedrigsten Ausgaben machten Wohnen und Lebensmittel zusammen 61,5 % des Budgets aus INE, Erhebung über die Haushaltsausgaben 2025, unteres Fünftel (Quintil 1), mehr als die Regel für das gesamte Nötige vorsieht.

Wer zur Miete wohnt, spürt das stärker. 2025 lebten in Spanien 26,8 % der Menschen, die Miete zum Marktpreis zahlen, in einem Haushalt, der mehr als 40 % seines verfügbaren Einkommens für das Wohnen ausgab Eurostat, Quote der Überbelastung durch Wohnkosten nach Wohnverhältnis (ilc_lvho07c), Spanien, Mieter zum Marktpreis, 2025. Diese 40 % sind die Grenze, ab der Eurostat von einer Überbelastung durch Wohnkosten spricht Eurostat, Statistics Explained, Glossar: Quote der Überbelastung durch Wohnkosten. Bei 1.800 € netto wären das 720 € im Monat allein für die Wohnung.

Trifft das auf dich zu, wirf die Regel nicht weg. Pass sie an:

  1. Schreib auf, was du wirklich zahlst. Zähl dein tatsächliches Nötiges eines Monats zusammen. Kommst du auf 1.100 €, ist dein Topf 61 % groß, nicht 50 %.
  2. Die Rücklage vor den Wünschen festlegen. Übrig bleiben 700 €. Entscheide zuerst, wie viel du zurücklegst, und nimm den Rest für Wünsche. Bei 360 € Rücklage bleiben 340 € für Wünsche, bei 270 €, also 15 %, bleiben 430 €.
  3. Weniger sparen, aber jeden Monat. Eine kleine, feste Sparrate bringt mehr als 20 %, die du nur zwei Monate im Jahr schaffst. Gehen heute nur 100 €, fang damit an.
  4. Die Wohnkosten prüfen, wenn es geht. Sie verschieben die Aufteilung am stärksten. Ein Umzug, eine WG oder neue Konditionen bei der Vertragsverlängerung ändern deine Zahlen mehr als zehn gestrichene Kaffees.

Was du mit den 360 € im Monat machst

Die 20 % bringen wenig, wenn sie auf einem Konto ohne Namen und ohne Datum landen. Nach drei Monaten sind sie für etwas anderes ausgegeben. Damit das Geld bleibt, braucht es ein Ziel.

Ein Beispiel: mit dem Notgroschen anfangen

Ein Notgroschen deckt in der Regel drei bis sechs Monate Grundausgaben ab Finanzas para todos (Banco de España und CNMV), „Wie hoch sollte dein Notgroschen sein?“. Mit 900 € für das Nötige im Monat sind drei Monate 2.700 € und sechs Monate 5.400 €. Legst du 360 € im Monat zurück, erreichst du die 5.400 € laut Sparrechner in 15 Monaten: rund 83 € pro Woche oder 11,84 € pro Tag. Die ersten drei Monate Polster stehen nach gut sieben Monaten.

Dieses Geld ist nicht zum Investieren gedacht. Es muss da sein, wenn die Heizung ausfällt. Deshalb liegt es meist auf einem eigenen Sparkonto oder einem verzinsten Konto, getrennt vom Alltagskonto, damit es sich nicht mit den laufenden Ausgaben vermischt. Auf der Seite zum Notgroschen findest du die Aufschlüsselung und den Rechner für dieses Ziel.

Danach: Sparziele mit Datum

Ist das Polster voll, gehen die 360 € weiter jeden Monat ab, nur an andere Ziele. Ein Beispiel mit zwei Zielen gleichzeitig:

  • Ein Urlaub für 1.800 € in 10 Monaten. Laut Sparrechner 180 € im Monat.
  • Eine Anzahlung von 4.320 € für ein Auto in zwei Jahren. Laut Sparrechner 180 € im Monat.

Zusammen sind das 360 €, deine 20 %. Rückt ein Ziel näher, steigt die Sparrate; schiebst du es hinaus, sinkt sie. Wichtig ist, dass jeder Euro, den du zurücklegst, weiß, wohin er gehört.

Varianten: 60-20-20 und 70-20-10

Die 50-30-20-Regel ist nicht die einzige Aufteilung. Es gibt Varianten, die die Töpfe anders gewichten. Mit 1.800 € netto sehen sie so aus:

Varianten der Regel mit 1.800 € netto im Monat
Regel Das Nötige Wünsche Rücklage
50-30-20 900 € 540 € 360 €
60-20-20 1.080 € 360 € 360 €
70-20-10 1.260 € 360 € 180 €
  • 60-20-20. Mehr Platz für das Nötige, die Rücklage bleibt bei 20 %, dafür schrumpfen die Wünsche. Das passt zu einer hohen Miete, wenn du lieber bei der Freizeit kürzt als beim Sparen.
  • 70-20-10. Wird oft anders erzählt: 70 % zum Leben, 20 % zum Sparen und 10 % zum Schuldenabbau oder zum Spenden. In der Tabelle stehen die 10 % in der Spalte Rücklage, weil jede Fassung sie anders verteilt.

Keine ist besser als die andere. Nimm die, die deinen heutigen Fixkosten am nächsten kommt, und wechsle, wenn sich die Fixkosten ändern.

Typische Fehler

  1. Mit dem Brutto rechnen. 20 % deines Bruttogehalts sind ein Betrag, den du nie auf deinem Konto siehst. Nimm das Netto.
  2. Wünsche als Nötiges verbuchen. Das Handy ist nötig, jedes Jahr ein neues nicht. Ist alles nötig, sagt dir die Regel nichts mehr.
  3. Sparen, was übrig bleibt. Wer am Monatsende spart, findet selten etwas. Leg das Geld am Gehaltstag zurück, zum Beispiel per Dauerauftrag, und leb mit dem Rest.
  4. Die Ausgaben vergessen, die nicht jeden Monat kommen. Kfz-Versicherung, Hauptuntersuchung oder Weihnachtsgeschenke kommen nicht jeden Monat. Teil sie durch 12 und steck sie in ihren Topf.
  5. Alles auf einem Konto lassen. Liegt die Rücklage zwischen den Alltagsausgaben, ist sie weg, bevor du es merkst.
  6. Im ersten Monat aufgeben, der nicht aufgeht. Ein schlechter Monat macht die Regel nicht kaputt. Kehr im nächsten Monat zur Sparrate zurück.

Was Huchy mit deinen 20 % macht

Huchy übernimmt den Sparteil der Regel. Du erstellst deine Sparziele, jedes mit Betrag und Datum, und Huchy rechnet die Sparrate pro Monat, pro Woche und pro Tag aus und zeigt, wie viel noch fehlt. Fängst du mit dem Notgroschen an, schiebst du die Sparrate nach dem Erreichen einfach zum nächsten Ziel. Das Geld bleibt auf deinem Konto bei deiner Bank: Huchy bewegt kein Geld, investiert nichts für dich und führt nur Buch über das, was du zurücklegst.

Deine 20 %, in einem Sparziel

Mit 1.800 € netto lässt die 50-30-20-Regel 900 € für das Nötige, 540 € für Wünsche und 360 € zum Sparen. Kostet das Wohnen mehr als die Hälfte, verschieb die Töpfe, aber halt an einer festen Sparrate fest. Du kannst mit dem Notgroschen anfangen und danach auf Ziele mit Datum sparen. Gib im Sparrechner dein Ziel ein, was du schon zurückgelegt hast und bis wann, und du siehst, wie viel du jeden Monat zurücklegen musst.

Häufige Fragen

Wie viel Geld sollte man im Monat sparen?

Eine feste Zahl für alle gibt es nicht. Die 50-30-20-Regel ist ein verbreiteter Ausgangspunkt: 20 % des Nettoeinkommens gehen in die Rücklage. Bei 1.800 € netto im Monat sind das 360 €. Passt das nicht zu deinen Fixkosten, nimm einen kleineren Prozentsatz, aber einen festen, der jeden Monat gleich bleibt.

Rechnet die 50-30-20-Regel mit brutto oder netto?

Mit netto, also mit dem Betrag, der nach Steuern und Sozialabgaben auf deinem Konto ankommt. Bekommst du Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, zähl alles zusammen, was in einem Jahr hereinkommt, und teil es durch 12. So stimmt die Zahl auch in den Monaten ohne Extra.

Was tun, wenn die Miete mehr als die Hälfte des Gehalts kostet?

Dann passen die 50 % für dich nicht, und das ist in Ordnung: Die Regel ist eine Orientierung, kein Gesetz. Schreib auf, was du für das Nötige wirklich zahlst, leg eine Sparrate fest, auch wenn sie unter 20 % liegt, und kürze zuerst bei den Wünschen, nicht bei der Rücklage.

Mit 360 € im Monat: wofür spare ich zuerst?

Das entscheidet Huchy nicht für dich. Viele fangen mit einem Notgroschen an, damit eine Überraschung nicht die anderen Ziele auffrisst. Sechs Monate Grundbedarf zu je 900 € sind 5.400 €; mit 360 € im Monat bist du laut Sparrechner in 15 Monaten dort. Danach kann das Geld in Ziele mit Datum fließen, etwa einen Urlaub oder ein Auto.

Was ist besser, 50-30-20, 60-20-20 oder 70-20-10?

Keine der drei passt für alle. Sie teilen dasselbe Geld unterschiedlich auf und passen zu unterschiedlich hohen Fixkosten. Huchy schreibt dir keine vor. Huchy hilft dir, den Sparanteil, den du wählst, in Sparziele mit eigener Sparrate zu verwandeln.

Macht Huchy die 50-30-20-Aufteilung für mich?

Heute übernimmt Huchy den Sparteil: Du erstellst deine Sparziele mit Betrag und Datum, und Huchy rechnet die Sparrate pro Monat, pro Woche und pro Tag aus. Huchy bewegt kein Geld und verbindet sich nicht mit deiner Bank. Huchy führt Buch über das, was du zurücklegst.